Iris Deitermann

Iris Deitermann

Herzlich willkommen :)

Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Donnerstag, 24. Mai 2012

Das passende Genre für sich finden - für Erwachsene, für Kinder

Heute möchte ich mich mit einem Thema beschäftigen, das ich in letzter Zeit mit verschiedenen Leuten besprochen habe und von dem ich finde, dass es hier einen Platz verdient hat.
Dabei kann ich natürlich nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen, die mich letztlich dorthin gebracht haben, wo ich jetzt gerade bin. :)

Mit dem Schreiben angefangen habe ich schon sehr früh. Als Kind habe ich dauernd irgendwelche kurzen Geschichten geschrieben, oftmals mehr als ich musste, wenn es um Bildergeschichten in den Hausaufgaben ging. Ja, Aufsätze mochte ich wirklich gerne. Wirklich angefangen zu schreiben habe ich dann allerdings erst später. Mit 12 Jahren habe ich meine ersten Gehversuche in einem Jugendroman gemacht, der sich in den kommenden Jahren immer wieder verändern und letztlich sogar zu einem Abschluss kommen sollte. Wenn ich heute lese, was ich damals auf so unendlich vielen Seiten verfasst habe, muss ich über mich selbst lächeln. Die Geschichte, die ich verfasste, basierte auf der Realität. Ich habe verschiedene Situationen genommen, wie sie in jedem Jugendalltag vorkommen und in einen Gesamttext verpackt.
Mein zweiter größerer Versuch fand dann im Fantasybereich statt. Zu dieser Zeit habe ich viele Geschichten über geheime Tagebücher, geheime Portale, geheime Briefe, geheime Irgendwas gelesen und mich auch einfach mal auf diesem Territorium versucht. Schon die ersten Seiten gingen mir viel leichter von der Hand als alles, was ich vorher geschrieben hatte. Ich erfand ein witziges, knuffiges Wesen nach dem anderen, wie etwa Baligolos und Koronolfe, die in einer Mosaikwelt namens Zoni lebten, die meine noch sehr junge Protagonistin retten sollte. Leider habe ich die Geschichte nie zu Ende geschrieben.
Im Laufe der Zeit kamen immer wieder neue Geschichten hinzu, die zu Schubladenprojekten wurden. Erst als ich zu Bookrix kam änderte sich das.

Diese Plattform bot mir Bücher, die ich kostenfrei lesen konnte, aber auch Raum für meine eigenen Geschichten, die andere im Gegenzug ebenfalls lesen konnten und immer noch können. Das Reizvolle an dieser Seite ist, dass jeder die Möglichkeit hat, die Geschichten, die er gelesen hat, auch zu kommentieren. Hier können Verbesserungsvorschläge gemacht werden oder auch einfach ein paar nette Worte hinterlassen werden, warum einem ein Buch gefallen hat. Eine wirklich tolle Sache.

In meiner Anfangszeit bei Bookrix habe ich noch so einige Geschichten geschrieben, die sich auf der "realen" Ebene für Erwachsene bewegten. Ich bekam zusammengenommen immer gleichbleibendes Feedback. In Wettbewerben wurde ich hin und wieder gewählt, aber es gab keine Steigerung. Schon wenn ich mir eine Geschichte zu einem Thema einfallen ließ überlegte ich krampfhaft, was ich denn bloß dazu schreiben sollte. Irgendwas kam immer dabei raus. :)
Eines Tages dann wurde ich zu einer Schreibarena eingeladen, bei der zwei Autoren zu einem Thema gegeneinander antraten. Hierbei werden die Texte kritisch von den Lesern gelesen, um dann Punkte zu vergeben. Zu diesem Anlass schrieb ich meine erste Fantasygeschichte auf dieser Plattform, die sehr viel mehr Kritik und hilfreiche Tips und auch Aufmerksamkeit bekam als alles, was ich vorher geschrieben habe. Die Geschichte ging mir sehr gut von der Hand, ich musste nicht viel überlegen. Mein Kopf ratterte eine Geschichte runter, die ich mit Sicherheit noch einmal überarbeiten werde :)
Ab diesem Zeitpunkt fing ich an, mehr Fantasy zu schreiben. Aaaaaaber - keine Fantasy für Erwachsene - nein, vor allem für jüngere Leser eigneten sich meine Geschichten. Eine davon war der Tintenschnüffler, der es jetzt auf ein ganzes Buch gebracht hat und mein schriftstellerisches Highlight für mich selbst darstellt.

Im Moment nehme ich an einem Kurzgeschichtenturnier teil und befinde mich schon in der 4. Runde. Dabei trete ich mit meinen Geschichten, die verschiedene Fantasywesen aufweisen und für jung und alt geeignet sind, gegen Geschichten an, die aus dem "realen Leben" stammen. Meine neuen Geschichten kommen gut bei meinen Lesern an, worüber ich mich sehr freue, habe ich doch endlich mein Genre gefunden, in dem ich mich beim Schreiben am wohlsten fühle. Fantasywesen liegen mir einfach mehr als echte Menschen :)

Wer einmal einen meiner Texte lesen möchte, kann dies hier gerne tun:

Klappentext Himmelsmalerei:

Leon und Tess tun das, was viele Menschen gerne tun. Sie liegen auf der Wiese und betrachten den Himmel, der einen Mix aus Farben bietet, den kein Maler der Welt jemals auf eine Leinwand bannen konnte. Kein Wunder - nicht jeder ist schließlich ein Himmelsmaler.






Klappentext Nalero:

Ein Schatten bewegt sich durch die Nacht. Neugierige Blicke folgen ihm. Sogar die Sterne geben sich mehr Mühe als sonst zu leuchten, um zu sehen, wer da durch das Gras schleicht und sich hinter dem Ginsterbusch versteckt. Wer ist der Schatten, der sich bei einem Ginstergeist bedankt?



P.S: Die Coverbilder stammen aus dem üblichen Farbstift meiner Bilder dieser Seite :) 




Dienstag, 1. Mai 2012

52.625 Wörter und 329.704 Zeichen später - wie man sich am Ende eines Hauptprojektes fühlt

Vor einigen Tagen habe ich mein Hauptprojekt  "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" (Arbeitstitel) vorerst beendet. Ich habe euch alle meine Erfahrungen, die ich während der Entstehungszeit gemacht habe, hier mitgeteilt und wirklich viel gelernt. Natürlich konnte ich das Projekt nicht völlig alleine durchziehen, deshalb auch immer die Erwähnung einer helfenden Hand, die mir all das beigebracht hat, was ich euch als Erfahrungswerte aus dem eigenen Nähkästchen erzählen konnte.

An dem Tag, an dem ich nun das letzte Mal das Dokument um den Tintenschnüffler geöffnet habe, mich ein letztes Mal mit der geschriebenen Geschichte auseinandergesetzt habe, um ein Feedback zu bekommen und am Text zu feilen, war mir bereits schon vorher komisch zumute. Als ich allerdings die letzten Worte meines Textes gehört habe und den Text zuklappen konnte, war ich so richtig traurig. Ich habe mich irgendwie verloren gefühlt. Dieses Abenteuer ist nun vorbei. Der Lernprozess hält aber hoffentlich an. Die Zeit, die es gebraucht hat, um dem Text das zu geben was er nun hat, war lohnenswert und wirklich toll. Dass er noch nicht perfekt ist, das weiß ich selbst. Trotzdem bin ich stolz auf das, was ich selbst an diesem Text schaffen konnte. Ich bin stolz darauf, eine eigene Welt entworfen zu haben, die so nahe an unserer liegt, dass ich mir von ganzem Herzen wünsche, dass sie dort draußen wirklich irgendwo existiert. Ich freue mich sehr darüber, dass mich in dieser Zeit viele Menschen ermutigt haben, an meinem kleinen blauen Freund festzuhalten, mir ihre Sicht auf meine Geschichte erzählten und den ganzen Prozess mit mir zusammen erlebten, die der Tintenschnüffler bisher durchlaufen hat. Ich bin dankbar für die Unterstützung die ich bekommen habe und die Geduld, die es gebraucht hat, um den Text hinzubringen, wo er nun ist. Ich sehe mit Spannung auf die nächsten Schritte, während ich beim Tippen vor mich hinseufze. Vielleicht fühlen sich Eltern genau so, wenn ihr Kind erwachsen ist und man ihm nur noch hinterherwinken kann. Dieses Kind bestreitet nun ein neues Abenteuer und ich hoffe sehr, dass der Tintenschnüffler und seine Freunde dies auch tun. Sobald ich davon höre, werde ich es aufschreiben... Versprochen! :)

An dieser Stelle möchte ich mich gerne noch bei meiner Mama bedanken, die einige Textpassagen ungefähr zwei Millionen Mal zu hören bekommen hat, bevor ich damit zufrieden war oder sie in ihrem Durcheinander endlich Sinn gemacht haben. Im Nachhinein haben zwar auch diese Passagen noch einige Änderungen durchlaufen, doch der Rohtext wurde von meiner Mama probegehört. Wenn sie eines sehr gut kann, dann ist es Logiklücken finden :)

Auch meiner helfenden Hand möchte ich ein großes Dankeschön aussprechen. Die ganzen Abende, die du zusammen mit mir vor dem Bildschirm verbracht hast, waren toll und haben mir sehr viel Spaß gemacht.Ich bin nach wie vor traurig, dass DIESE spezielle Zeit jetzt erst einmal vorbei ist. Ich habe wahnsinnig viel von dir gelernt und hoffe, daran in Zukunft anknüpfen zu können (auch wenn das mit den Zeiten wohl nie was wird). :)  Ich freue mich auf alles, was jetzt kommt :)

Marcel sitzt zur Zeit noch an den Illustrationen, die bisher nur in Skizzenzeichnungen existieren. Zur Zeit befindet er sich in der Endphase eines größeren Projektes, das sehr viel Zeit erfordert. Sobald dieses beendet ist, wird der Tintenschnüffler endlich Farbe bekommen. :) Dies ist dann wohl der Schritt, auf den ich mich als nächstes freue. Meine Figuren haben bereits ein Gesicht... jetzt hauchen wir ihnen Leben ein. :)

Bis dahin sagen wir: Tschüß, bis bald und auf Wiedersehen :) Sobald es etwas Neues, gibt, melden wir uns mit diesem Thema zurück. :) 


P.S: Ich höre natürlich nicht mit dem Schreiben auf :) Es wird also immer wieder Updates geben ;)