Iris Deitermann

Iris Deitermann

Herzlich willkommen :)

Hallo an alle!

Schön, dass ihr mich hier besucht :) Wer das regelmäßig tut, begleitet mich auf diesem Blog durch mein Autorenleben, erfährt topaktuell was für Fehler mir beim Schreiben unterlaufen und was es neues aus meiner Feder gibt.

Ich berichte darüber, wie ich arbeite und woran. Was ich mache, wenn ich mal einen Durchhänger habe und wann es weitergeht, welche Fortschritte meine Projekte machen usw. Natürlich interessiert mich dabei auch immer eure Meinung, die ihr mir gerne auch als Kommentar unter den Beiträgen hinterlassen könnt :)

Noch eine kleine Anmerkung: Alle Grafiken dieser Seite stammen aus der Hand des Illustrators Marcel Hampel, der mein Buch "Der Tintenschnüffler und die Weltenweber" mit vielen tollen Bildern unterstützt hat.
Hauptberuflich fertigt er Spielgrafiken für diverse nationale und internationale Spieleentwicklungsfirmen an. Einige davon könnt ihr auf der Seite der Subatomic-Studios sehen, wo er an Fieldrunners 2 mitgearbeitet hat :)



Herzliche Grüße
Iris Deitermann

Mittwoch, 8. Juli 2015

Let's talk about: Synonyme

Hallo ihr Lieben,

heute erzähle ich euch ein wenig zu meinem Lieblingsthema im Autorendasein. Mein Lieblingsthema deshalb, weil es mich immer wieder fasziniert, was man mit Sprache so alles machen kann. In der Schule fand ich all diese Dinge wirklich extrem langweilig und ehrlich gesagt, aufgepasst habe ich dort auch nicht wirklich. Seit meinem ersten Lektorat allerdings sieht das Ganze schon ein wenig anders aus.

Synonyme - ein Wort, das sich eher nach einer Krankheit als nach einem wesentlichen Bestandteil der Sprache anhört - findet ihr nicht? Gleichzeitig sind sie aber eines der wichtigsten Dinge, um einen Text lebhaft und interessant zu gestalten. Das Wort "Synonym" stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "gleichnamig". Das heißt, Wörter mit derselben Bedeutung sind Synonyme zueinander.

Warum ich euch das erzähle? Es klingt immer ganz einfach, Synonyme für alles Mögliche zu finden - ist es aber nicht. Diese Sache fällt allerdings erst dann auf, wenn man als Autor einen ganz bestimmten Fehler macht: man wiederholt Wörter in kurzen Abständen. Hier ein Beispiel:

Zum Vergrößern auf das Bild klicken


Ist es euch aufgefallen? Hinter dem eigentlichen Dialog stehen jedes Mal die gleichen Wörter: "sagte" und "antwortete". Dieses Spielchen kann man natürlich munter so weitertreiben, aber dann liest es sich halt schlecht und wird auch vom Leser sehr schnell als abgehackt und störend empfunden. An dieser Stelle müssen also Synonyme her. Ich habe die Beispiele "sagte" und "antwortete" gewählt, weil das zwei der Wörter sind, die ich am häufigsten verwende und für die ich die meisten Synonyme brauche. Auch noch dazu gehören Wörter wie "gehen" oder "fragte". Manchmal kann man diesen viel verwendeten Wörtern aus dem Weg gehen, indem man die Figuren einfach agieren lässt, anstatt sie hinter dem Dialog mit einem dieser Verben auszustatten. Tut man das allerdings nicht, muss man erfinderisch werden. Dabei gibt es im Internet ein ganz tolles Hilfsmittel, das ich liebend gerne verwende und das ich jedem, der schreibt (egal ob für Schule, Hobby oder Beruf) ans Herz lege. Ich spreche vom "Synonyme-Woxikon". Dieses hilft dabei, nach Bedeutung gegliedert, passende Synonyme zu finden und erleichtert mir die Arbeit immer ungemein.

So sieht das Ganze aus:


Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Wenn das nicht hilfreich ist :) Damit ihr nicht lange suchen müsst, wenn ihr die Seite selbst einmal ausprobieren wollt, hier der Link :) http://synonyme.woxikon.de/ Einfach oben ein Wort eingeben, für das ihr gleichbedeutende Wörter braucht und schwupps, erscheint euch eine Liste. Bei mir ist diese Seite beim Schreiben immer offen, hilft sie mir doch nicht nur einfach Synonyme zu finden, sondern sogar dabei, neue Wortkreationen bezüglich meiner Figuren zu kreieren.

Aus dem Nähkästchen geplaudert und eigentlich streng geheim, hier ein Beispiel:

Aus dem "Irrlicht" wurde mit Hilfe dieser tollen Seite ein "Lichtgaukler", dem ihr im ersten Band um Tintonius und seine Freunde begegnen könnt :)

Wie sieht es denn bei euch aus? Achtet ihr auch im Sprachgebrauch darauf, Synonyme zu verwenden oder habt ihr euch, wie ich vorher auch, bisher nie Gedanken darüber gemacht? :)

Ich wünsche euch noch einen wundervollen Mittwoch :)

Tintenblaue synonymisierte Grüße :)
Iris









1 Kommentar:

  1. Hallo,

    das ist ja lustig: Das Problem habe ich im Moment eher andersherum. Mir ist beim Schreiben schon mehrfach aufgefallen, dass ich schon wieder ein Wort verwende, das im letzten Satz erst vorgekommen ist. Daher ist es inzwischen so, dass ich automatisch Synonyme benutze, selbst wenn ich Facebook-Nachrichten oder SMS schreibe.
    Und genau das ist das Problem, das ich bei den wissenschaftlichen Texten habe, die ich für die Uni schreiben muss. "Versuchspersonen" sind Versuchspersonen und allerhöchstens noch Probanden, aber keine Teilnehmer, Menschen, Personen, Leute, Männer, Frauen etc. Und wenn die Analyse ergibt, dass das Ergebnis "signifikant" ist, dann ist es das auch zehnmal in fünf Sätzen und nie bedeutungsvoll, substanziell, maßgeblich, markant oder was immer einem da sonst noch für schicke Wörter einfallen können. Das finde ich wirklich grässlich, aber ich muss mich jedes Mal wieder zwingen, es trotzdem so zu schreiben.

    Nichtsdestotrotz finde ich es ziemlich cool, dass Dank mangelnder Synonyme aus den Irrlichtern die "Lichtgaukler" geworden sind. Natürlich ist offensichtlich, dass die Wörter die gleiche Bedeutung haben, aber "Lichtgaukler" klingt irgendwie ... mystischer. Und nicht ganz so ausgelutscht. Es passt perfekt in die Geschichte. Also: Immer weiter nach Synonymen suchen! :)

    Ganz liebe Grüße,
    Jenny

    AntwortenLöschen